Wie viel Vitamin C am Tag ist maximal empfohlen?

Wie viel Vitamin C am Tag ist maximal empfohlen?

Autor: David Knuffmann – Gründer von INGREO · Veröffentlicht: 27. August 2026 · Aktualisiert: 27. August 2026

Bis zu 1.000 mg Vitamin C pro Tag gelten laut EFSA als sicher, ohne dass Nebenwirkungen zu erwarten sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel allerdings eine deutlich vorsichtigere Höchstmenge von 250 mg pro Tag zusätzlich zur Nahrung. Der Unterschied zwischen beiden Werten ist kein Widerspruch, sondern zwei verschiedene Sicherheitsphilosophien — dazu gleich mehr.

Kurz zusammengefasst:

EFSA sieht bis 1.000 mg/Tag als unbedenklich an. Das BfR empfiehlt für NEM in Deutschland maximal 250 mg/Tag zusätzlich zur Nahrung. Ab etwa 3–4 g/Tag können bei Gesunden Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Menschen mit Neigung zu Nierensteinen oder Eisenspeicherkrankheiten sollten hohe Dosen meiden.

Wie viel Vitamin C braucht der Körper täglich?

Der EU-weite Nährstoffbezugswert (NRV) für Vitamin C liegt bei 80 mg pro Tag — das ist die Bezugsgröße, die auf Lebensmitteletiketten für "100% der empfohlenen Tagesdosis" verwendet wird. In der Praxis nehmen die meisten Erwachsenen über die normale Ernährung bereits um die 100 mg täglich auf, etwa aus Obst und Gemüse.

Ab wie viel Vitamin C wird es zu viel?

Es gibt zwei unterschiedliche Referenzwerte, die häufig verwechselt werden.

Referenzwert Menge Quelle
NRV (Nährstoffbezugswert) 80 mg/Tag VO (EU) Nr. 1169/2011
Üblicher Verzehr über Lebensmittel ca. 100 mg/Tag Durchschnittswert
BfR-Empfehlung für NEM (zusätzlich) max. 250 mg/Tag Bundesinstitut für Risikobewertung
EFSA-Obergrenze (Gesamtaufnahme) bis 1.000 mg/Tag als unbedenklich EFSA
Schwelle für Magen-Darm-Beschwerden ab ca. 3.000–4.000 mg/Tag bei gesunden Erwachsenen

Für individuelle Zielmengen und die passende Pulvermenge hilft der Dosierungsrechner — er rechnet aus Zielmenge und Reinheit die benötigte Pulvermenge aus.

Was passiert bei einer Überdosierung?

Bei den meisten gesunden Menschen führt überschüssiges Vitamin C zunächst zu nichts Dramatischem — der Körper scheidet Ascorbinsäure, die er nicht braucht, über die Nieren aus. Erst ab etwa 3–4 g pro Tag berichten Studien von Übelkeit, saurem Magen und Durchfall, weil so viel unverdaute Ascorbinsäure osmotisch im Darm wirkt.

Zwei Gruppen sollten trotzdem vorsichtiger sein: Menschen mit erhöhter Neigung zu Nierensteinen (Hyperoxalurie), weil Vitamin C im Stoffwechsel teilweise zu Oxalsäure abgebaut wird — bei empfindlichen Personen wurde eine erhöhte Oxalsäureausscheidung bereits ab 500 mg pro Tag beobachtet. Und Menschen mit Eisenspeicherkrankheiten wie Hämochromatose oder Thalassämie, weil Vitamin C die Eisenaufnahme aus der Nahrung verbessert und eine bestehende Eisenüberladung verstärken kann.

Vitamin C als Rohstoff für Eigenmischungen

Wer die Dosierung selbst steuern will, statt sich auf fertige Kapselgrößen zu verlassen, greift oft zu reinem Pulver. Ascorbinsäure schmeckt dabei deutlich säuerlicher als Natriumascorbat, die gepufferte Form von Vitamin C — magenfreundlicher, aber mit leicht salzigem Beigeschmack.

INGREO Rohstoff-Check

Rohstoff Vitamin C Pulver (Ascorbinsäure) und Natriumascorbat
Form Feines Pulver, 40–100 Mesh
Typische Anwendungen Eigenmischungen, Nahrungsergänzung, Lebensmittelherstellung
Gebindegrößen 100g bis 25kg
Kategorie Ingreo Essential
Spezifikation COA auf Anfrage erhältlich

Natriumascorbat von INGREO

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Häufig gestellte Fragen zur Vitamin-C-Tageshöchstmenge

Wie viel Vitamin C am Tag ist maximal empfohlen?
Die EFSA sieht bis 1.000 mg pro Tag als unbedenklich an. Das BfR empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland eine vorsichtigere Höchstmenge von 250 mg zusätzlich zur Nahrung.

Kann man Vitamin C überdosieren?
Ab etwa 3–4 g pro Tag können bei gesunden Menschen Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall auftreten, weil unverdaute Ascorbinsäure osmotisch im Darm wirkt. Eine gefährliche Überdosierung im medizinischen Sinne ist bei oraler Einnahme selten.

Warum weichen EFSA- und BfR-Werte so stark voneinander ab?
Die EFSA-Obergrenze von 1.000 mg beschreibt die Menge, ab der wissenschaftlich Nebenwirkungen zu erwarten wären. Das BfR-Empfehlung von 250 mg ist bewusst vorsichtiger angesetzt, weil sie zusätzlich zur ohnehin schwankenden Aufnahme über die normale Ernährung gilt.

Ist Vitamin C bei Nierensteinen bedenklich?
Bei Menschen mit Neigung zu Nierensteinen (Hyperoxalurie) wurde bereits ab 500 mg pro Tag eine erhöhte Oxalsäureausscheidung beobachtet — diese Gruppe sollte hohe Dosen meiden oder ärztlich abklären lassen.

Ist Natriumascorbat magenfreundlicher als Ascorbinsäure?
Ja. Natriumascorbat ist die gepufferte, pH-neutrale Form von Vitamin C und wird von empfindlichen Personen meist besser vertragen als die saure Ascorbinsäure.

Wer sollte bei hohen Vitamin-C-Mengen besonders vorsichtig sein?
Menschen mit Eisenspeicherkrankheiten wie Hämochromatose oder Thalassämie, da Vitamin C die Eisenaufnahme aus der Nahrung verbessert und eine bestehende Eisenüberladung verstärken kann.

Was "hochdosiert" bei Vitamin C genau bedeutet und was die Forschung zu intravenösen Hochdosis-Infusionen sagt, erklärt der Artikel Vitamin C hochdosiert: Was steckt dahinter?

Quellen: BfR – Vitamin C: Je mehr, desto besser?, DocMedicus Vitalstofflexikon – Vitamin C Sicherheitsbewertung, VO (EU) Nr. 1169/2011 (EUR-Lex)

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