Natriumbenzoat (E211): Was ist der Konservierungsstoff?

Natriumbenzoat (E211): Was ist der Konservierungsstoff?

Ingreo Rohstoff-Glossar · Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Steckbrief: Natriumbenzoat (E211)

Vollständiger Name Natriumsalz der Benzoesäure
E-Nummer E211
CAS-Nummer 532-32-1
Summenformel C7H5O2Na (Molgewicht 144,11 g/mol)
Herkunft Synthetisch: Neutralisation von Benzoesäure mit Natronlauge oder Natriumcarbonat. Benzoesäure selbst kommt zwar auch natürlich in einigen Früchten vor, wird als Zusatzstoff aber chemisch synthetisiert
Funktion Konservierungsstoff — hemmt Bakterien, Hefen und Schimmelpilze, wirksam vor allem bei pH-Werten unter 4,5
ADI-Wert (EFSA) 5 mg/kg Körpergewicht/Tag — gilt gemeinsam für alle Benzoate und Benzoesäure (E210–E213)
EU-Zulassung VO (EG) Nr. 1333/2008 (Lebensmittelzusatzstoffe), Höchstmengen zwischen 150 mg/kg und 2.000 mg/kg je Kategorie
Ingreo-Produkt Natriumbenzoat Granulat

Was ist Natriumbenzoat?

Natriumbenzoat (E211) ist das Natriumsalz der Benzoesäure und einer der am häufigsten eingesetzten Konservierungsstoffe der Lebensmittelindustrie. Hergestellt wird es durch Neutralisation von Benzoesäure mit Natronlauge oder Natriumcarbonat. Im Gegensatz zur schwer wasserlöslichen Benzoesäure ist Natriumbenzoat gut löslich, was die Dosierung in flüssigen Rezepturen erleichtert.

Als Konservierungsstoff hemmt Natriumbenzoat das Wachstum von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen. Seine Wirkung entfaltet sich vor allem bei niedrigem pH-Wert unter 4,5 — deshalb kommt es bevorzugt in sauren Lebensmitteln und Getränken zum Einsatz.

Zulassung und Verwendung

In der Europäischen Union ist Natriumbenzoat gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen, mit Höchstmengen zwischen 150 mg/kg und 2.000 mg/kg je nach Produktkategorie. Typische Einsatzbereiche sind Ketchup, Senf, Salatdressings, saure Konserven, Fischerzeugnisse, Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte und Kaugummi.

Der ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) liegt bei 5 mg pro kg Körpergewicht pro Tag und gilt gemeinsam für alle Benzoate und Benzoesäure (E210–E213).

Besonderheit: Reaktion mit Vitamin C

Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) wies 2006 darauf hin, dass unter bestimmten Bedingungen — Anwesenheit von Metallionen und einem spezifischen pH-Wert — aus Benzoesäure in Kombination mit Ascorbinsäure (Vitamin C) geringe Mengen Benzol entstehen können, etwa in Erfrischungsgetränken und Fruchtsäften. Die Getränkeindustrie hat ihre Rezepturen seither entsprechend angepasst, um diese Reaktionsbedingungen zu vermeiden.

Quellen: VO (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe, BfR — Fragen und Antworten zu Benzol in Erfrischungsgetränken und Karottensäften

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